Sure 15

Al-Ḥidschr

Al-Ḥidschr

Verse: 99 Offenbart in: Mekka Zeit: mittelmekkanisch

Worum geht's?

Eine Sure, die ihren Namen von einem geographischen Ort hat – al-Ḥidschr ist ein Felsen-Areal nördlich von Medina (heute „Madaʾin Ṣāliḥ" in Saudi-Arabien), in dem das Volk der Thamūd lebte. UNESCO-Welterbe seit 2008. Die Sure enthält außerdem die berühmte Aussage über die Bewahrung des Korans: „Wir wachen über ihn."

Der Text – Vers für Vers

In moderner Sprache paraphrasiert nach Max Henning (1901).

  1. 1Alif-Lām-Rāʾ. Das sind die Zeichen des Buches und eines deutlichen Koran.
  2. 2Manchmal wünschen sich die Ungläubigen, sie wären Muslime gewesen.
  3. 3Lass sie essen, genießen und sich von der Hoffnung ablenken! Sie werden erkennen.
  4. 4Wir haben keine Stadt vernichtet, ohne dass es für sie eine bekannte Schrift gegeben hätte.
  5. 5Keine Gemeinschaft eilt ihrer Frist voraus oder verzögert sie.
  6. 6Sie sagten: Du, auf den die Ermahnung herabgesandt wurde! Wahrlich, du bist wahnsinnig.
  7. 7Solltest du nicht mit den Engeln zu uns kommen, wenn du wahrhaftig bist?
  8. 8Wir senden die Engel nur mit der Wahrheit herab. Dann würden sie nicht aufgeschoben.
  9. 9Wahrlich, wir haben die Ermahnung herabgesandt, und wir wachen über sie.
  10. 10Wir haben vor dir Gesandte zu den Gruppen der Früheren geschickt.
  11. 11Es kam zu ihnen kein Gesandter, ohne dass sie über ihn spotteten.
  12. 12So führen wir es in die Herzen der Verbrecher.
  13. 13Sie glauben nicht daran, obwohl die Gewohnheit der Früheren schon vergangen ist.
  14. 14Selbst wenn wir ihnen ein Tor im Himmel öffneten, sodass sie darin hinaufsteigen würden,
  15. 15würden sie sagen: Unsere Augen sind verzaubert. Vielmehr sind wir ein verzaubertes Volk.
  16. 16Wir haben am Himmel Sternzeichen gemacht und ihn für die Schauenden geschmückt.
  17. 17Wir haben ihn vor jedem verfluchten Satan bewacht,
  18. 18außer wer heimlich lauscht. Dann verfolgt ihn ein deutlicher Sternenschuss.
  19. 19Wir haben die Erde ausgebreitet und auf ihr feste Berge gesetzt. Wir haben auf ihr von jeder ausgewogenen Sache wachsen lassen.
  20. 20Wir haben für euch darin Lebensmittel gemacht und für die, die ihr nicht versorgt.
  21. 21Es gibt keine Sache, deren Vorräte nicht bei uns wären. Wir senden sie nur in bekanntem Maß herab.
  22. 22Wir senden die schwangeren Winde, damit wir vom Himmel Wasser herabsenden und es euch zu trinken geben. Ihr seid nicht seine Bewahrer.
  23. 23Wahrlich, wir geben Leben und Tod, und wir sind die Erben.
  24. 24Wir kennen die, die unter euch vorangehen, und kennen die, die zurückgeblieben sind.
  25. 25Wahrlich, dein Herr ist es, der sie versammelt. Er ist weise, allwissend.
  26. 26Wir haben den Menschen aus tönernem Lehm geformt, aus einem ausgegossenen Schlamm.
  27. 27Und die Dschinn hatten wir vorher aus dem Feuer des heißen Windes geschaffen.
  28. 28Als dein Herr zu den Engeln sagte: Wahrlich, ich werde einen Menschen aus tönernem Lehm, aus ausgegossenem Schlamm erschaffen.
  29. 29Wenn ich ihn ausgeglichen und in ihn von meinem Geist gehaucht habe, so fallt vor ihm in Niederwerfung!
  30. 30Da warfen sich die Engel nieder, alle zusammen,
  31. 31außer Iblīs. Er weigerte sich, mit denen zu sein, die sich niederwarfen.
  32. 32Er sagte: Iblīs, was ist mit dir, dass du nicht mit denen bist, die sich niederwarfen?
  33. 33Er sagte: Ich war nicht da, um vor einem Menschen niederzuwerfen, den du aus tönernem Lehm, aus ausgegossenem Schlamm erschaffen hast.
  34. 34Er sagte: So gehe aus ihm hinaus! Wahrlich, du bist verflucht.
  35. 35Wahrlich, auf dir liegt der Fluch bis zum Tag des Gerichts.
  36. 36Er sagte: Mein Herr, so schiebe mich auf bis zum Tag, an dem sie auferweckt werden.
  37. 37Er sagte: Du bist von denen, die aufgeschoben sind,
  38. 38bis zum Tag der bekannten Zeit.
  39. 39Er sagte: Mein Herr, da du mich verirrt hast, werde ich ihnen auf der Erde alles schön machen, und werde sie alle verirren,
  40. 40außer deinen erwählten Dienern unter ihnen.
  41. 41Er sagte: Das ist ein gerader Weg, der mir obliegt.
  42. 42Wahrlich, du hast über meine Diener keine Vollmacht – außer den Verirrten, die dir folgen.
  43. 43Die Hölle ist die Verabredung für sie alle.
  44. 44Sie hat sieben Tore. Jedem Tor ist ein Teil von ihnen zugewiesen.
  45. 45Wahrlich, die Gottesfürchtigen sind in Gärten und Quellen.
  46. 46Tretet darin ein in Frieden, in Sicherheit!
  47. 47Wir haben aus ihren Brüsten den Groll entfernt. Sie sitzen als Brüder einander gegenüber auf Bettlagen.
  48. 48Sie berührt darin keine Mühe. Sie werden daraus nicht hinausgebracht.
  49. 49Berichte meinen Dienern, dass ich der Allverzeihende, der Barmherzige bin,
  50. 50und dass meine Strafe die schmerzhafte Strafe ist.
  51. 51Berichte ihnen von den Gästen Abrahams!
  52. 52Als sie zu ihm eintraten und sagten: Friede! Er sagte: Wahrlich, wir haben Furcht vor euch.
  53. 53Sie sagten: Fürchte dich nicht! Wir verkünden dir einen wissenden Knaben.
  54. 54Er sagte: Verkündet ihr mir, obwohl mich das Alter berührt hat? Was verkündet ihr also?
  55. 55Sie sagten: Wir verkünden dir mit Wahrheit! So gehöre nicht zu den Verzweifelnden!
  56. 56Er sagte: Wer verzweifelt an der Barmherzigkeit seines Herrn, außer den Verirrten?
  57. 57Er sagte: Was ist denn euer Auftrag, ihr Gesandten?
  58. 58Sie sagten: Wir sind zu einem Volk von Verbrechern geschickt,
  59. 59außer der Familie Lots. Wir werden sie alle retten,
  60. 60außer seiner Frau. Wir haben sie zu den Zurückgebliebenen bestimmt.
  61. 61Als die Gesandten zu der Familie Lots kamen,
  62. 62sagte er: Wahrlich, ihr seid Leute, die unbekannt sind.
  63. 63Sie sagten: Vielmehr sind wir zu dir gekommen mit dem, woran sie zweifeln.
  64. 64Wir sind zu dir mit der Wahrheit gekommen. Wahrlich, wir sind Wahrhaftige.
  65. 65So reise mit deiner Familie in einem Teil der Nacht und folge ihren Spuren. Keiner von euch soll umblicken. Geht, wohin ihr befohlen wurdet!
  66. 66Wir entschieden ihm diese Sache: Die Wurzel dieser Leute soll am Morgen abgeschnitten werden.
  67. 67Die Bewohner der Stadt kamen voll Freude.
  68. 68Er sagte: Wahrlich, das sind meine Gäste. Macht mich nicht zur Schande!
  69. 69Fürchtet Gott und beschimpft mich nicht!
  70. 70Sie sagten: Haben wir dir nicht von den Welten verboten?
  71. 71Er sagte: Das sind meine Töchter, wenn ihr tun wollt.
  72. 72Bei deinem Leben! Sie wandern in ihrer Trunkenheit umher.
  73. 73Da packte sie der Schrei beim Sonnenaufgang.
  74. 74Wir machten ihre Oberseite zu ihrer Unterseite und regneten auf sie Steine aus gebranntem Lehm.
  75. 75Wahrlich, darin sind Zeichen für die, die genau hinsehen.
  76. 76Wahrlich, sie sind auf einem dauerhaften Weg.
  77. 77Wahrlich, darin ist ein Zeichen für die Gläubigen.
  78. 78Die Bewohner des Dickichts waren Frevler.
  79. 79Da rächten wir uns an ihnen. Beide sind ein deutliches Vorbild.
  80. 80Die Leute von al-Ḥidschr erklärten die Gesandten für Lügner.
  81. 81Wir gaben ihnen unsere Zeichen, aber sie wandten sich davon ab.
  82. 82Sie hauten Häuser aus den Bergen, sicher.
  83. 83Da packte sie der Schrei am Morgen.
  84. 84Es nützte ihnen nicht, was sie sich erworben hatten.
  85. 85Wir haben die Himmel und die Erde und was zwischen ihnen ist nur in Wahrheit erschaffen. Wahrlich, die Stunde kommt. So vergib in schöner Vergebung!
  86. 86Wahrlich, dein Herr ist der Schöpfer, der Allwissende.
  87. 87Wir haben dir sieben der oft Wiederholten und den gewaltigen Koran gegeben.
  88. 88Lass deine Augen nicht zu dem hinschweifen, was wir manche Paare von ihnen genießen lassen. Sei nicht traurig über sie, und senke deine Schwinge für die Gläubigen!
  89. 89Sprich: Wahrlich, ich bin der deutliche Warner.
  90. 90Wie wir es auf die Geteilten herabgesandt haben,
  91. 91die den Koran zerstückelt haben.
  92. 92Bei deinem Herrn! Wir werden sie alle fragen,
  93. 93was sie taten.
  94. 94So verkünde, was dir befohlen wurde, und wende dich von den Beigesellenden ab!
  95. 95Wahrlich, wir genügen dir gegen die Spötter,
  96. 96die neben Gott einen anderen Gott setzen. Sie werden erkennen.
  97. 97Wir wissen, dass deine Brust eng wird wegen dem, was sie sagen.
  98. 98So preise mit dem Lob deines Herrn und gehöre zu denen, die sich niederwerfen!
  99. 99Diene deinem Herrn, bis zu dir die Gewissheit kommt!

Einordnung & Bedeutung

Der Name: Al-Ḥidschr

Sure 15 ist nach einem konkreten Ort benannt: al-Ḥidschr – „die Felsen". Es ist eine archäologische Stätte etwa 300 km nordwestlich von Medina, im heutigen Saudi-Arabien. Klassisch identifizieren islamische Geschichtsschreibungen al-Ḥidschr als die Hauptstadt der Thamūd, eines arabischen Volks, das nach koranischer Erzählung den Propheten Ṣāliḥ ablehnte und daraufhin vernichtet wurde.

Die Stätte ist heute unter dem Namen Madaʾin Ṣāliḥ bekannt – „die Städte Ṣāliḥs". Seit 2008 ist sie UNESCO-Welterbe. Sie enthält über 130 monumentale, in Sandsteinfelsen gehauene Grabkammern aus nabatäischer Zeit (1. Jh. v. Chr. – 1. Jh. n. Chr.). Die spektakulären Felsengräber erinnern an Petra in Jordanien (ebenfalls nabatäisch). Viele Muslime sehen darin die Bestätigung der koranischen Aussage in Vers 82: „Sie hauten Häuser aus den Bergen."

Mohammed selbst soll laut Hadith die Region nicht ohne Furcht durchquert haben. Er rief seine Begleiter auf, schnell zu gehen und nicht aus den Felsen-Brunnen zu trinken – das Land sei „verflucht".

„Wir wachen über die Ermahnung" (Vers 9)

Vers 9 ist eine der theologisch wichtigsten Selbstaussagen des Korans: „Wahrlich, wir haben die Ermahnung herabgesandt, und wir wachen über sie."

Das Wort adh-dhikr – „die Ermahnung" – wird hier als Bezeichnung für den Koran selbst verwendet. Die Aussage: Gott selbst wacht über die Bewahrung des Textes. Niemand kann ihn verfälschen, abändern, manipulieren.

Diese Aussage ist im Islam zentral. Sie steht in bewusstem Kontrast zur jüdischen und christlichen Erfahrung mit ihren heiligen Schriften: Die Tora und das Neue Testament sind nach klassischer islamischer Auffassung im Laufe der Zeit verändert worden (taḥrīf – Verfälschung). Der Koran nicht.

Wissenschaftlich ist die historische Bewahrung des arabischen Textes tatsächlich erstaunlich. Manuskripte aus dem 7. Jh. (Birmingham, Kairo, Sanaa) zeigen den Text in einer Form, die mit der heutigen Standardausgabe praktisch identisch ist. Es gibt einige sekundäre Lesarten (qirāʾāt) – aber die Hauptstruktur ist stabil.

Die Iblīs-Erzählung (Verse 26–43)

Verse 26–43 enthalten eine der ausführlichen koranischen Versionen der Iblīs-Geschichte. (Vergleiche auch Sure 2,30–34; 7,11–18; 18,50; 38,71–85.) Sie enthält Elemente:

  • Vers 26: Der Mensch wird aus „tönernem Lehm, aus ausgegossenem Schlamm" erschaffen. Diese Materialbeschreibung ist eine der ausführlichsten im Koran.
  • Vers 27: Die Dschinn wurden „aus dem Feuer des heißen Windes" geschaffen. Eine seltene konkrete Aussage über die Natur der Dschinn.
  • Vers 29: Gott haucht von seinem Geist in den Menschen ein. Erst dann sollen die Engel sich niederwerfen.
  • Verse 30–33: Iblīs weigert sich. Sein Grund: „Ich war nicht da, um vor einem Menschen niederzuwerfen, den du aus tönernem Lehm erschaffen hast." Sein Argument ist Hochmut über das Material.
  • Verse 36–38: Iblīs bittet um Aufschub bis zum Jüngsten Tag. Wird gewährt.
  • Verse 39–42: Iblīs kündigt seine Strategie an. Er wird die Menschen alles „schön machen" – Sünde attraktiv erscheinen lassen.

Klassische Auslegungen sehen in Iblīs' Argumentation eine zentrale Lehre: Hochmut beginnt mit dem Vergleich. Wer sich selbst als „höher" einstuft als andere – aus welchem Grund auch immer – ist auf dem Weg zur Hölle. Iblīs hatte recht, dass er aus „edlerem" Material war (Feuer statt Lehm). Aber dieser Vergleich war seine Verfehlung.

Abrahams Gäste (Verse 51–60)

Verse 51–60 erzählen die Geschichte der drei Engel, die Abraham besuchen (vergleiche auch Sure 11,69–76 und Genesis 18). Sie bringen ihm zwei Botschaften:

  1. Eine frohe: Sara wird einen Sohn (Isaak) gebären, obwohl beide schon alt sind. Abrahams Reaktion (Vers 54): „Verkündet ihr mir, obwohl mich das Alter berührt hat?"
  2. Eine schreckliche: Die Stadt Lots (Sodom) wird vernichtet. Lot und seine Familie werden gerettet – bis auf seine Frau.

Vers 56 enthält eine tiefe Aussage: „Wer verzweifelt an der Barmherzigkeit seines Herrn, außer den Verirrten?"

Diese Stelle ist im sufischen Verständnis zentral. Verzweiflung an der göttlichen Barmherzigkeit ist nicht eine entschuldbare Reaktion auf Lebensschwäche – sie ist eine theologische Verirrung. Wer glaubt, seine Sünden seien zu groß für Gottes Vergebung, übersieht die unendliche Weite der göttlichen Barmherzigkeit.

Die Vernichtung von Sodom (Verse 61–77)

Verse 61–77 erzählen die Geschichte der Vernichtung von Sodom. Der Koran nennt die Stadt nicht beim Namen, beschreibt aber klar: Lots Volk, das Männer den Frauen vorzog (Vers 67–72), die Lots Gäste belagerten, denen Lot vergeblich seine Töchter anbot (Vers 71), die in „Trunkenheit umherwanderten".

Die Vernichtung kommt durch eine Naturkatastrophe: „Wir machten ihre Oberseite zu ihrer Unterseite und regneten auf sie Steine aus gebranntem Lehm." (Vers 74) Klassische Auslegungen verstehen dies als Vulkanausbruch oder vulkanischen Aschefall. Die archäologischen Funde im Toten Meer-Gebiet zeigen tatsächlich Spuren einer großen Naturkatastrophe in der Bronzezeit.

„Sieben der oft Wiederholten" (Vers 87)

Vers 87 ist eine bekannte Stelle: „Wir haben dir sieben der oft Wiederholten und den gewaltigen Koran gegeben."

Was sind die „sieben oft Wiederholten" (sabʿan mina l-mathānī)? Klassische Auslegungen identifizieren sie überwiegend mit den sieben Versen der Eröffnungs-Sure (Sure 1, Al-Fātiḥa). Diese Sure wird in jedem rituellen Gebet rezitiert – also mindestens 17-mal am Tag. „Oft wiederholt" – das passt.

Andere Auslegungen sehen die „sieben" als die sieben langen Suren am Anfang des Korans (Sure 2–7 und 8, oder Sure 2–7 und 9–10).

Die wahrscheinlichere Auslegung ist die erste: al-Fātiḥa. Sie ist das Eröffnungsstück, das Mohammed und sein Volk wirklich „oft wiederholten".

Wie wird die Sure verstanden?

Sure 15 ist eine kompakte, vielfältige Sure. Sie verbindet:

  • Theologische Selbstvergewisserung (Verse 1–13)
  • Die berühmte Bewahrungs-Aussage (Vers 9)
  • Schöpfungs-Naturzeichen (Verse 16–25)
  • Die Iblīs-Geschichte (Verse 26–43)
  • Bilder von Paradies und Hölle (Verse 44–50)
  • Die Engelsboten zu Abraham und Lot (Verse 51–77)
  • Die Thamūd-Erinnerung (Verse 80–84)
  • Schluss-Aufforderung an Mohammed (Verse 85–99)

Der historische Anker der Sure ist al-Ḥidschr – ein Ort, den man heute besuchen kann. Wer die spektakulären Felsengräber von Madaʾin Ṣāliḥ sieht, versteht den koranischen Vers 82 buchstäblich: „Sie hauten Häuser aus den Bergen." Die Stätte ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie koranische Geschichte und archäologische Realität ineinandergreifen.

Schlüsselbegriffe kurz erklärt

  • Al-Ḥidschr / Madaʾin Ṣāliḥ – archäologische Stätte in Saudi-Arabien, UNESCO-Welterbe; nabatäisch-thamūdische Felsen-Gräber
  • „Wir wachen über die Ermahnung" – Vers 9 – die zentrale Aussage über die Bewahrung des Korans
  • Iblīs aus Feuer – Verse 26–43 – die ausführliche Erschaffungs- und Sturz-Erzählung
  • „Tönerner Lehm, ausgegossener Schlamm" – Verse 26, 28 – die Materialbeschreibung des Menschen
  • Abrahams Gäste – Verse 51–60 – Verkündigung Isaaks und Drohung gegen Sodom
  • „Wer verzweifelt an der Barmherzigkeit?" – Vers 56 – die theologische Stellung der Verzweiflung
  • „Sieben der oft Wiederholten" – Vers 87 – klassisch identifiziert mit Sure 1 (Al-Fātiḥa)