Themen des Korans

Zu den Hauptthemen des Korans gehören der Glaube an den einen Gott, Endzeit und Jenseits, Geschichten aus der Bibel, ethische Grundsätze und einige Rechtsvorschriften. Die Verse zu einem Thema stehen meist verteilt über mehrere Suren. Viele Stellen sind nur angedeutet und werden erst durch die Auslegung verständlich.

Ein stiller Innenhof mit einem schlichten Steinbrunnen, Zitronenbäumchen in Töpfen und langen Nachmittagsschatten auf hellen Fliesen
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Was der Koran über das Gebet, die Ehe oder das Jenseits sagt, steht selten an einer Stelle. Jede Sure gilt als in sich abgeschlossen, aber ein Thema kommt oft in mehreren Suren vor [2]. Als Hauptthemen nennt das Kleine Islam-Lexikon der Bundeszentrale für politische Bildung Endzeit und Jenseits, Stoffe aus der Bibel, ethische Grundsätze, Rechtsvorschriften und die Auseinandersetzung mit dem Polytheismus, mit Judentum und Christentum sowie die Lehre vom einen Gott [3]. Viele Stellen sind dort nur angedeutet, ihr Verständnis ist auf die Auslegung angewiesen [3]. Die Themenseiten sammeln deshalb die Verse zu einer Frage und stellen daneben, wie islamische Gelehrte und die Forschung sie lesen. Die Zitate stammen aus der Lesefassung nach Max Henning (1901). Als Koran gilt nach islamischem Verständnis nur der arabische Wortlaut.

Glaube und religiöse Praxis

Im Mittelpunkt steht der eine Gott. Sure 112 beginnt mit "Sprich: Er ist der eine Gott," (Sure 112,1) [1]. Sure 4,136 verlangt dazu den Glauben an die Engel, die Schriften, die Gesandten und den jüngsten Tag [1]. Von diesen Versen geht die Seite Glaube im Koran aus. Als fünf zentrale Pflichten nennt das Kleine Islam-Lexikon das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Almosen, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka [4].

Drei dieser Pflichten haben eigene Seiten. Zum Gebet gehören die Waschung, die Sure 5,6 beschreibt, und die Gebetsrichtung zur heiligen Moschee nach Sure 2,144 [1]. Das Fasten im Monat Ramadan ist in Sure 2,183 bis 187 geregelt, die Pilgerfahrt zum Haus in Mekka nennt Sure 3,97 eine Pflicht für jeden, der den Weg dorthin machen kann [1]. Die Seite zu den Speisevorschriften geht von Versen wie Sure 2,173 aus, die Verendetes, Blut und Schweinefleisch verbieten und eine Ausnahme für den Fall der Not machen [1].

Zusammenleben und Recht

Der Koran enthält einige genau formulierte Rechtsvorschriften. Sie betreffen nach dem Kleinen Islam-Lexikon nur wenige Fragen, und der größte Teil des islamischen Rechts lässt sich nicht allein aus ihm ableiten [3]. Ein Grundsatz steht in Sure 4,135: "bleibt fest in der Gerechtigkeit, wenn ihr Zeugnis ablegt zu Gott, und sei es auch gegen euch selber oder eure Eltern und Verwandten" [1]. Die Seite über Recht und Gerechtigkeit behandelt Verträge, Zeugen, Erbe und die festen Strafen. Über die Ehe sagt Sure 30,21, Gott habe zwischen den Gatten Liebe und Barmherzigkeit gesetzt [1]; die Seite zu Ehe und Familie folgt den Regeln zu Brautgabe, Scheidung und Erbe.

Zu den Versen über Frauen und über Krieg und Frieden gibt es sehr verschiedene Deutungen. Die Seiten Frauen im Koran und Krieg und Frieden im Koran zeigen den geschichtlichen Zusammenhang der Verse und stellen klassische Auslegung, heutige muslimische Theologie und Forschung mit ihren Quellen nebeneinander.

Propheten, Engel und Dschinn

Viele Gestalten des Korans kennt man aus der Bibel. Mose ist nach dem Kleinen Islam-Lexikon die im Koran am häufigsten erwähnte Gestalt aus der Tora und neben Abraham und Jesus einer der wichtigsten Propheten des Islam [5]. Muhammad nennt Sure 33,40 "Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten" [1]. Einen Überblick gibt die Seite Die Propheten im Koran; eigene Seiten gibt es zu Mose, zu Jesus und zu Maria, nach der Sure 19 benannt ist [1]. Wie der Koran Engel, Dschinn und Iblis beschreibt, steht auf der Seite über Engel und Dschinn.

Juden, Christen und die Bibel

Juden und Christen heißen in der Lesefassung meist "Volk der Schrift". An sie richtet sich Sure 3,64: "kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns, dass wir nämlich Allah allein dienen" [1]. Die Seite über Juden und Christen zeigt, wie unterschiedlich Gelehrte die Verse über die beiden Religionen auslegen. Welche Geschichten Koran und Bibel teilen, von Adam und Noah bis zu Maria und Jesus, vergleicht die Seite Koran und Bibel. Die biblischen Fassungen dieser Geschichten findest du unter den Themen der Bibel.

Schöpfung, Tod und Jenseits

Nach Sure 7,54 erschuf Gott die Himmel und die Erde in sechs Tagen [1]. Die Seite zur Schöpfung zeigt, wie der Koran die Natur als Zeichen versteht und welche Aufgabe er dem Menschen auf der Erde gibt. Endzeit und Jenseits gehören nach dem Kleinen Islam-Lexikon zu den Hauptthemen des Korans [3]. Sure 3,185 beginnt mit "Jede Seele soll den Tod schmecken" [1]. Was der Koran über Auferstehung, Gericht, Paradies und Feuer sagt, sammelt die Seite zum Jenseits.

Ein weiter Sternenhimmel über flachen Wüstendünen, am Horizont ein schwacher Lichtstreifen vor der Morgendämmerung
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  1. Der Koran (Übersetzung Max Henning, Reclam Leipzig 1901), Scan. Internet Archive. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  2. Behörde Sure. Bundeszentrale für politische Bildung (Marco Schöller, Kleines Islam-Lexikon, 6. Auflage, München 2018). Stand 2018. abgerufen am 29.10.2026
  3. Behörde Koran. Bundeszentrale für politische Bildung (Marco Schöller, Kleines Islam-Lexikon, 6. Auflage, München 2018). Stand 2018. abgerufen am 29.10.2026
  4. Behörde Fünf Säulen. Bundeszentrale für politische Bildung (Ralf Elger, Kleines Islam-Lexikon, 6. Auflage, München 2018). Stand 2018. abgerufen am 29.10.2026
  5. Behörde Moses. Bundeszentrale für politische Bildung (Marco Schöller, Kleines Islam-Lexikon, 6. Auflage, München 2018). Stand 2018. abgerufen am 29.10.2026

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