Alle 114 Suren des Korans
Sure 25: Die Unterscheidung (Al-Furqān)
Sure 25 von 114, 77 Verse
Sure 25 heißt arabisch Al-Furqan, auf Deutsch Die Unterscheidung, und hat in der Kairoer Zählung 77 Verse. Sie gilt als mekkanisch. Sie antwortet auf Einwände gegen den Propheten und den Koran, erinnert kurz an frühere Völker, nennt Zeichen der Schöpfung und endet mit einer Beschreibung der "Diener des Erbarmers".
1 Gesegnet sei der, welcher die Unterscheidung hinabsandte auf seinen Diener, damit er aller Welt ein Warner sei:
2 Dessen das Reich der Himmel und der Erde ist, und der kein Kind erzeugte, und der keinen Gefährten hat im Reich, und der alle Dinge erschaffen und sie weislich geordnet hat.
3 Und sie nehmen außer ihm Götter an, die nichts erschaffen haben, sondern selber erschaffen wurden. Und sie vermögen weder sich zu schaden noch zu nützen noch haben sie Macht über Leben und Tod und Erweckung. (Flügel 3 bis 4)
4 Und es sprechen die Ungläubigen: "Dies ist nichts als eine Lüge, die er ersonnen hat, und geholfen hat ihm ein anderes Volk;" doch äußern sie Ungerechtigkeit und Lüge. (Flügel 5)
5 Und sie sprechen: "Die Fabeln der Früheren (sind es,) die er aufgeschrieben hat, und sie wurden ihm diktiert am Morgen und Abend." (Flügel 6)
6 Sprich: "Herabgesandt hat ihn der, welcher das Verborgene im Himmel und auf Erden kennt; siehe, er ist verzeihend und barmherzig." (Flügel 7)
7 Und sie sprechen: "Was ist mir das für ein Gesandter! Er isst Speise und wandelt auf den Basaren. Wäre zu ihm nur ein Engel herabgesandt und wäre als Warner bei ihm, (Flügel 8)
8 Oder würde doch ein Schatz zu ihm herabgeworfen oder hätte er einen Garten davon zu essen!" Und es sprechen die Ungerechten: "Ihr folgt keinem anderen als einem verzauberten Mann." (Flügel 9)
9 Schau, wie sie Gleichnisse mit dir anstellen! Doch irren sie und finden nicht den Weg. (Flügel 10)
10 Gesegnet sei der, welcher, wenn er will, dir Besseres gibt als dies, Gärten, durcheilt von Bächen, und dir Schlösser gibt. (Flügel 11)
11 Ja, und als Lüge erklären sie die "Stunde". Aber bereitet haben wir für den, welcher die Stunde leugnet, eine Glut. (Flügel 12)
12 Wenn sie sie aus der Ferne sieht, dann hören sie ihr Rasen und Brüllen, (Flügel 13)
13 Und wenn sie in einen engen Ort von ihr geworfen werden, zusammengefesselt, dann werden sie um Vernichtung rufen. (Flügel 14)
14 "Ruft heute nicht nach einer Vernichtung, sondern ruft nach vielen Vernichtungen." (Flügel 15)
15 Sprich: "Ist dies besser oder der Garten der Ewigkeit, welcher den Gottesfürchtigen verheißen wurde, der ihnen Lohn ist und (Ziel der) Heimfahrt?" (Flügel 16)
16 Ihnen soll sein darin, was sie begehren, in ewigem Verweilen; es ist eine Verheißung, die zu fordern ist von deinem Herrn. (Flügel 17)
17 Und eines Tages wird er sie und was sie außer Allah anbeteten, versammeln, und er wird sprechen: "Führtet ihr etwa diese meine Diener irre, oder irrten sie des Weges?" (Flügel 18)
18 Sie werden sprechen: "Preis dir, es ziemt uns nicht andere Beschützer als dich anzunehmen, jedoch versorgtest du sie und ihre Väter so reichlich, dass sie die Ermahnung vergaßen und ein verworfenes Volk wurden." (Flügel 19)
19 "Und nun haben sie euch in euren Worten der Lüge bezichtigt, und ihr könnt weder (die Strafe) abwenden noch (euch) helfen." Und wer von euch sündig ist, dem geben wir große Strafe zu schmecken. (Flügel 20 bis 21)
20 Und vor dir entsandten wir keine Gesandten, die nicht Speise aßen und auf den Basaren wandelten; und wir machten die einen von euch zur Versuchung der anderen. Wollt ihr standhaft aushalten? Dein Herr ist sehend. (Flügel 22)
21 Und es sprechen diejenigen, die nicht auf unsere Begegnung hoffen: "Wenn nicht die Engel zu uns herabgesandt werden oder wenn wir nicht unseren Herrn sehen" ... Wahrlich hochmütig sind sie in ihren Seelen und vergehen sich schwer. (Flügel 23)
22 Eines Tages, wenn sie die Engel sehen werden, an jenem Tag wird keine frohe Botschaft für die Sünder sein, und sie werden sprechen: "Fern, fern sei es!" (Flügel 24)
23 Und herantreten werden wir zu den Werken, die sie gewirkt, und wollen sie machen zu verstreutem Staub. (Flügel 25)
24 Die Bewohner des Paradieses werden an jenem Tag einen besseren Wohnort haben und eine schönere Mittagsruhe. (Flügel 26)
25 An jenem Tag werden sich die Himmel mit den Wolken spalten, und herabgesandt sollen die Engel werden. (Flügel 27)
26 Das Reich wird an jenem Tag, das wahrhaftige, des Erbarmers sein, und ein Tag soll es sein für die Ungläubigen, ein harter. (Flügel 28)
27 Und an jenem Tag wird der Sünder seine Hände beißen und sprechen: "O dass ich doch einen Weg mit dem Gesandten genommen hätte! (Flügel 29)
28 O weh, dass ich doch nicht den und den zum Freund genommen hätte! (Flügel 30)
29 Wahrlich, er führte mich in die Irre abseits von der Warnung, nachdem sie an mich ergangen, denn der Satan ist des Menschen Verräter." (Flügel 31)
30 Und es sprach der Gesandte: "Mein Herr, siehe mein Volk hält diesen Koran für eitles Geschwätz." (Flügel 32)
31 Und so gaben wir jedem Propheten einen Feind aus den Frevlern; doch dein Herr genügt als Leiter und Helfer. (Flügel 33)
32 Und es sprechen die Ungläubigen: "Warum ist nicht der Koran auf einmal auf ihn herabgesandt?" So (geschah es,) damit wir dein Herz damit festigten, und wir trugen ihn langsam und deutlich vor. (Flügel 34)
33 Und sie werden dir kein Gleichnis vorlegen, ohne dass wir dir die Wahrheit bringen und die beste Deutung. (Flügel 35)
34 Diejenigen, welche auf ihren Gesichtern versammelt werden zu Dschehannam, die werden die übelste Stätte haben und des Weges am verirrtesten sein. (Flügel 36)
35 Und wahrlich wir gaben Moses die Schrift und gaben ihm seinen Bruder Aaron zum Wesir. (Flügel 37)
36 Und wir sprachen: "Geht zum Volk derer, die unsere Zeichen für Lüge erklären, denn vernichten wollen wir sie von Grund aus." (Flügel 38)
37 Und das Volk Noahs, als sie die Gesandten der Lüge bezichtigten, ertränkten wir sie und machten sie den Menschen zu einem Zeichen; und wir haben für die Ungerechten schmerzliche Strafe bereitet. (Flügel 39)
38 Und Ad und Thamud und die Bewohner von Er-Rass und viele Geschlechter zwischen diesen ... (Flügel 40)
39 Für alle machten wir Gleichnisse und alle vernichteten wir von Grund aus. (Flügel 41)
40 Und wahrlich, sie kamen vorüber an der Stadt, auf die ein Unheilsregen regnete. Sahen sie sie denn nicht? Aber sie hofften nicht auf die Erweckung. (Flügel 42)
41 Und da sie dich sahen, trieben sie nur ihren Spott mit dir: "Ist dies der, den Allah als Gesandten entsendet hat? (Flügel 43)
42 Er hätte uns wahrlich beinahe von unseren Göttern abtrünnig gemacht, wenn wir nicht an ihnen festgehalten hätten." Aber wahrlich wissen werden sie, wenn sie die Strafe sehen, wer des Weges am verirrtesten war. (Flügel 44)
43 Was meinst du wohl? Wer als seinen Gott sein Gelüst annimmt, willst du etwa dessen Beschützer sein? (Flügel 45)
44 Oder glaubst du, dass die Mehrzahl von ihnen hört oder Verstand hat? Sie sind nur wie das Vieh; nein, sie sind des Weges noch mehr verirrt. (Flügel 46)
45 Sahst du nicht auf deinen Herrn, wie er den Schatten verlängert hat? Und wenn er es gewollt, er hätte ihn stehen lassen; dann machen wir die Sonne zu einem Weiser zu ihm, (Flügel 47)
46 Dann ziehen wir ihn zu uns ein in leichter Weise. (Flügel 48)
47 Und er ist es, der euch die Nacht gemacht hat zu einem Gewand und den Schlaf zur Ruhe, und der den Tag zum Auferstehen bestimmte. (Flügel 49)
48 Und er ist es, der die Winde sendet als Freudenboten vor seiner Barmherzigkeit her; und wir senden vom Himmel reines Wasser herab, (Flügel 50)
49 Damit wir mit ihm ein totes Land lebendig machen und es unseren Geschöpfen zu trinken geben, dem Vieh und den Menschen in Menge. (Flügel 51)
50 Und wahrlich haben es unter ihnen verteilt, damit sie sich ermahnen lassen; doch die meisten Menschen lehnen es ab aus Undankbarkeit. (Flügel 52)
51 Und wenn wir es gewollt, wir hätten in jede Stadt einen Warner entsandt. (Flügel 53)
52 So gehorche nicht den Ungläubigen und eifere gegen sie mit ihm in großem Eifer. (Flügel 54)
53 Und er ist es, der beiden Wasser losgelassen hat, das eine süß und frisch, das andere salzig und bitter, und zwischen beide hat er eine Scheidewand gemacht, und eine verbotene Schranke. (Flügel 55)
54 Und er ist es, der aus Wasser den Menschen erschaffen, und er gab ihm Blutsverwandtschaft und Schwägerschaft; denn dein Herr ist mächtig. (Flügel 56)
55 Und sie verehren außer Allah, was ihnen weder nützt noch schadet; und der Ungläubige ist gegen seinen Herrn ein Helfer (des Satans). (Flügel 57)
56 Und wir haben dich nur als Freudenboten und Warner entsandt. (Flügel 58)
57 Sprich: "Nicht verlange ich einen Lohn dafür von euch, es sei denn dass jeder, der will, den Weg zu seinem Herrn ergreift." (Flügel 59)
58 Und vertraue auf den Lebendigen, der nicht stirbt, und lobpreise ihn, und er kennt die Sünden seiner Diener zur Genüge, (Flügel 60)
59 Der erschaffen hat die Himmel und die Erde und, was zwischen ihnen ist, in sechs Tagen; dann setzte er sich auf den Thron, der Erbarmer. Frag nach ihm einen Kundigen. (Flügel 60)
60 Und wenn zu ihnen gesprochen wird: "Werft euch nieder vor dem Erbarmer," sprechen sie: "Und was ist der Erbarmer? Sollen wir uns etwa niederwerfen vor dem, was du uns befiehlst?" Und es vermehrt ihren Abscheu. (Flügel 61)
61 Gesegnet sei der, welcher im Himmel Burgen machte und eine Lampe in ihm machte und einen leuchtenden Mond! (Flügel 62)
62 Und er ist es, der die Nacht und den Tag erschuf einander zu folgen für den, der sich ermahnen lassen und dankbar sein will. (Flügel 63)
63 Und die Diener des Erbarmers sind diejenigen, welche auf Erden sanftmütig wandeln; und, wenn die Toren sie anreden, sprechen sie: "Frieden!" (Flügel 64)
64 Und jene, welche die Nacht verbringen, vor ihrem Herrn sich niederwerfend und stehend: (Flügel 65)
65 Und diejenigen, welche sprechen: "Unser Herr, wende ab von uns Dschehannams Strafe. Siehe, ihre Strafe ist ewige Pein, (Flügel 66)
66 Siehe, schlimm ist sie als Stätte und Wohnung."
67 Und diejenigen, welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind; sondern zwischen diesem stehen:
68 Und diejenigen, welche neben Allah nicht einen anderen Gott anrufen und nicht die Seele töten, die Allah verboten hat, es sei denn nach Gebühr, und keine Unzucht treiben; und wer dieses tut, findet Strafe.
69 Verdoppelt soll ihm werden die Strafe am Tag der Auferstehung, und er soll ewig in ihr verweilen, entehrt:
70 Außer dem, der sich bekehrt und glaubt und gerechtes Werk wirkt. Umwandeln wird Allah ihr Böses zu Gutem; denn Allah ist verzeihend und barmherzig.
71 Und wer sich bekehrt und das Rechte tut, zu dem kehrt sich Allah:
72 Und diejenigen, die nicht falsches Zeugnis ablegen und die, wenn sie bei Geschwätz vorübergehen, hochsinnig vorübergehen:
73 Und diejenigen, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, nicht dabei niederfallen wie taub und blind:
74 Und diejenigen, welche sprechen: "Unser Herr, gib uns an unseren Gattinnen und Sprösslingen Augentrost und mache uns für die Gottesfürchtigen zu Vorbildern."
75 Jene werden belohnt werden mit dem Söller (des Paradieses) für ihre Standhaftigkeit und sollen darin empfangen werden mit Gruß und Frieden.
76 Ewig sollen sie darin verweilen, eine schöne Wohnung und Stätte!
77 Sprich: "Nicht kümmert sich mein Herr um euch, wenn ihr ihn nicht anruft. Ihr habt (den Gesandten) der Lüge bezichtigt. Aber wahrlich ewige Pein wird euch treffen."
Text: Der Koran in der Übersetzung von Max Henning (Reclam 1901), gemeinfrei. Als Koran gilt nur das arabische Original; jede Übersetzung ist eine Deutung.
Sure 25 heißt arabisch Al-Furqan, "Die Unterscheidung", nach dem ersten Vers. Henning überschreibt sie mit "Die Unterscheidung" [1]. Sie ist die 25. Sure und hat nach der Kairoer Zählung 77 Verse [2]. Die Überlieferung, wie Tanzil sie wiedergibt, führt sie als mekkanisch und setzt sie an die 42. Stelle der Offenbarung. Die Verse 68 bis 70 stammen danach aus Medina [3]. Theodor Nöldeke rechnet die Sure zur zweiten mekkanischen Periode [4]. Der Kommentar des Corpus Coranicum spricht von einer spätmittelmekkanischen Sure [5]. Als Koran gilt nach islamischem Verständnis nur der arabische Wortlaut. Die deutsche Fassung auf dieser Seite ist eine Lesefassung nach Max Henning (1901).
Der erste Vers lautet: "Gesegnet sei der, welcher die Unterscheidung hinabsandte auf seinen Diener, damit er aller Welt ein Warner sei:" (25,1) [1]
Inhalt im Überblick
Die Sure wechselt zwischen den Reden der Gegner, den Antworten darauf und Bildern von Gericht, Paradies und Schöpfung.
| Verse | Inhalt |
|---|---|
| 1 bis 3 | Lobpreis dessen, der die Unterscheidung herabsandte; er hat kein Kind und keinen Gefährten |
| 4 bis 20 | die Gegner nennen den Koran eine erdachte Lüge und "Fabeln der Früheren" und wundern sich, dass der Gesandte isst und auf den Basaren geht; Feuer und Garten der Ewigkeit |
| 21 bis 34 | die Forderung nach Engeln, der Tag, an dem sich die Himmel spalten, die Reue des Sünders, die Klage des Gesandten über sein Volk, warum der Koran nicht auf einmal kam |
| 35 bis 44 | Moses und Aaron, das Volk Noahs, Ad, Thamud, die Bewohner von Er-Rass, die Stadt mit dem Unheilsregen, Spott über den Propheten |
| 45 bis 62 | Zeichen der Schöpfung: Schatten, Nacht und Schlaf, Winde und Regen, süßes und salziges Wasser, Himmel in sechs Tagen; Aufforderung, sich vor dem Erbarmer niederzuwerfen |
| 63 bis 77 | die Diener des Erbarmers und ihre Eigenschaften, Lohn für ihre Standhaftigkeit |
Den letzten Teil eröffnet der Vers: "Und die Diener des Erbarmers sind diejenigen, welche auf Erden sanftmütig wandeln; und, wenn die Toren sie anreden, sprechen sie: 'Frieden!'" (25,63) [1]
Wie die Sure verstanden wird
Ausgelegt werden der Begriff "Unterscheidung" am Anfang, die Begründung in Vers 32, warum der Koran nach und nach herabkam, und die Tugendliste am Schluss.
Klassische Auslegung
Ibn Kathir versteht das sanftmütige Gehen in Vers 63 als Gehen mit Würde und Demut, ohne Hochmut. Demut bedeute dabei keine schwächliche Haltung. Werden die Diener des Erbarmers beleidigt, so vergeben sie und sagen nur Gutes. Beim Spenden nach Vers 67 hielten sie die gerechte Mitte zwischen Verschwendung und Geiz [6].
Heutige muslimische Theologie
Der Kommentar Ma'arif al-Qur'an stammt von Muhammad Shafi, einem pakistanischen Gelehrten der Deobandi-Schule (1897 bis 1976), und ging aus Vorträgen im Radio Pakistan hervor [8, 9]. Zu Vers 63 erklärt er, mit den "Toren" seien Menschen gemeint, die sich unwissend benehmen, auch wenn sie gebildet sind. Das Wort "Frieden" sei hier kein Gruß, es bezeichne eine Antwort, die Frieden wahrt: Die Gläubigen blieben ruhig, antworteten gelassen und rächten sich nicht [7].
Islamwissenschaft
Nach dem Kommentar des Corpus Coranicum ist "Unterscheidung" (furqan) ein neuer Begriff für die Botschaft, die der Verkünder erhält. Vorher sei diese Eigenschaft einer Klarheit bringenden Offenbarung nur der Schrift des Moses zugeschrieben worden [5]. Neu ist nach dem Kommentar auch die ausdrückliche Feststellung in Vers 32, dass die Botschaft in Schüben herabkommt. Walid Saleh habe 2015 gezeigt, dass Vers 1 dies schon andeutet [5]. In der Lesefassung lautet die Antwort auf die Gegner: "So (geschah es,) damit wir dein Herz damit festigten, und wir trugen ihn langsam und deutlich vor." (aus 25,32) [1]
Die Geschichten früherer Völker sind in Sure 25 auf kurze Nennungen ihrer Untergänge verkürzt [5]. Die Tugendliste der Verse 63 bis 70 steht nach dem Kommentar im Gespräch mit Sure 23 und setzt die Gebote aus Sure 17 voraus [5]. Die Verse 30 und 31 hält der Kommentar für einen Einschub, die Verse 51 und 52 möglicherweise für einen späteren Zusatz [5].
Nöldeke erwähnt eine Überlieferung, nach der Vers 45 in at-Taif offenbart worden sei; schon as-Suyuti habe ihr nicht getraut. Einige setzten Vers 68 nach Medina, weil sie ihn auf Wahschi bezogen, der in der Schlacht am Uhud Hamza getötet hatte und später Muslim wurde. Ad-Dahhak hielt die ganze Sure für medinisch [4].
Zum Weiterlesen: Wie der Koran entstand und überliefert wurde und Mekkanische und medinensische Suren. Mit Sure 25 eng verwandt ist Sure 23, Die Gläubigen. Sure 25 steht im Koran zwischen Sure 24, Das Licht und Sure 26, Die Dichter.
- Der Koran. Max Henning (Übers.), Reclam jun., Leipzig. Stand ohne Datum (Ausgabe 1901). abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Quran Metadata (ver 1.0). Tanzil. Stand 2009. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Revelation Order. Tanzil. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Studie Geschichte des Qorâns, S. 89 und 101 f.. Theodor Nöldeke, Dieterich, Göttingen. Stand 1860. abgerufen am 29.10.2026
- Studie Kommentar zu Sure 25 (al-Furqān, Die Unterscheidung). Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Corpus Coranicum (Dirk Hartwig, Angelika Neuwirth). Stand Betaversion, ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Ibn Kathir (Abridged) Tafsir: Al-Furqan Ayah 63. Quran.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Ma'arif al-Qur'an Tafsir: Al-Furqan Ayah 63. Quran.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Muhammad Shafi. Wikipedia (englisch). Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Maariful Quran English (Eintrag zum Verfasser Mufti Shafi Usmani, 1897 bis 1976). Internet Archive. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
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