Sure 35

Der Schöpfer

Fāṭir

Verse: 45 Offenbart in: Mekka Zeit: mittelmekkanisch

Worum geht's?

Eine Sure, deren Name eines der seltensten Gottesnamen verwendet – Fāṭir, „der Ursprung-Macher", „der Urspaltung-Setzer". Sie beginnt mit den Engeln mit zwei, drei und vier Flügeln und enthält eine berühmte Aussage über drei Arten von Gläubigen.

Der Text – Vers für Vers

In moderner Sprache paraphrasiert nach Max Henning (1901).

  1. 1Lob sei Gott, dem Ursprung-Macher der Himmel und der Erde, der die Engel zu Boten gemacht hat mit Flügeln – zwei, drei und vier. Er fügt der Schöpfung hinzu, was er will. Wahrlich, Gott hat über alles Macht.
  2. 2Was Gott den Menschen an Barmherzigkeit öffnet, das hält keiner zurück. Was er zurückhält, das öffnet keiner nach ihm. Er ist der Mächtige, der Weise.
  3. 3O ihr Menschen! Gedenkt der Gunst Gottes über euch! Gibt es einen Schöpfer neben Gott, der euch aus dem Himmel und der Erde versorgt? Es gibt keinen Gott außer ihm. Wie werdet ihr von der Wahrheit weggewendet?
  4. 4Wenn sie dich für einen Lügner erklären, so wurden Gesandte vor dir für Lügner erklärt. Zu Gott werden alle Angelegenheiten zurückgebracht.
  5. 5O ihr Menschen! Wahrlich, das Versprechen Gottes ist wahr. So lasst das diesseitige Leben euch nicht täuschen, und lasst den Täuscher euch nicht über Gott täuschen!
  6. 6Wahrlich, der Satan ist euch ein Feind. So nehmt ihn als Feind! Er ruft nur seine Partei, damit sie zu den Bewohnern der Lohe gehören.
  7. 7Die ungläubig sind – für sie ist eine harte Strafe. Die geglaubt und gute Werke getan haben – für sie ist Vergebung und ein gewaltiger Lohn.
  8. 8Wem das Üble seines Werks schön gemacht wurde, sodass er es schön sieht? Wahrlich, Gott leitet in die Irre, wen er will, und leitet, wen er will. So sei deine Seele nicht in Bedauern über sie hin! Wahrlich, Gott weiß über das, was sie tun, Bescheid.
  9. 9Gott ist es, der die Winde schickt. Sie wirbeln eine Wolke auf, dann treiben wir sie zu einem toten Land und beleben damit die Erde nach ihrem Tod. So ist die Auferstehung.
  10. 10Wer Ehre will – die Ehre gehört ganz Gott. Zu ihm steigen die guten Worte hinauf, und gute Werke erheben sie. Aber die, die Verbrechen ausplanen – für sie ist eine harte Strafe. Die List dieser wird zunichte.
  11. 11Gott hat euch aus Erde erschaffen, dann aus einem Samentropfen, dann hat er euch zu Paaren gemacht. Keine weibliche Person trägt und entbindet ohne sein Wissen. Keinem mit langem Leben wird das Leben verlängert, und nichts wird ihm an seinem Leben verkürzt, ohne dass es in einem Buch wäre. Wahrlich, das ist Gott leicht.
  12. 12Die zwei Meere sind nicht gleich: Dieses ist süß, frisch, sein Trinken angenehm. Das andere ist salzig, bitter. Aus jedem esst ihr frisches Fleisch und holt Schmuck heraus, den ihr tragt. Du siehst die Schiffe darin spaltend ihren Weg ziehen, damit ihr nach seiner Gunst sucht, vielleicht seid ihr dankbar.
  13. 13Er lässt die Nacht in den Tag eingehen und den Tag in die Nacht eingehen. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht, jedes läuft zu einer benannten Frist. Das ist Gott, euer Herr. Ihm gehört die Königsherrschaft. Die ihr neben ihm anruft, besitzen nicht das Häutchen eines Dattelkerns.
  14. 14Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Rufen nicht. Würden sie es hören, würden sie euch nicht antworten. Am Tag der Auferstehung leugnen sie eure Beigesellung. Niemand kann dich berichten wie einer, der gut Bescheid weiß.
  15. 15O ihr Menschen, ihr seid die, die Gott bedürfen! Gott ist der Unbedürftige, der Lobenswerte.
  16. 16Wenn er will, lässt er euch verschwinden und bringt eine neue Schöpfung.
  17. 17Das ist für Gott nicht schwer.
  18. 18Keine lasttragende Seele trägt die Last einer anderen. Wenn eine schwerbeladene Seele um ihre Last ruft, wird ihr nichts davon getragen, auch wenn er ein Verwandter ist. Du warnst nur die, die ihren Herrn im Verborgenen fürchten und das Gebet verrichten. Wer sich reinigt, der reinigt sich nur für sich selbst. Zu Gott ist die Heimkehr.
  19. 19Der Blinde und der Sehende sind nicht gleich,
  20. 20noch die Finsternisse und das Licht,
  21. 21noch der Schatten und die Sonnenhitze,
  22. 22noch die Lebenden und die Toten. Wahrlich, Gott lässt hören, wen er will. Aber du kannst die in den Gräbern nicht hören lassen.
  23. 23Du bist nur ein Warner.
  24. 24Wahrlich, wir haben dich mit der Wahrheit als Verkünder froher Botschaft und Warner geschickt. Es gab keine Gemeinschaft, in der nicht ein Warner ergangen wäre.
  25. 25Wenn sie dich für einen Lügner erklären, so haben die vor ihnen für eine Lüge erklärt. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit klaren Zeichen, mit den Psalmen und mit dem erleuchtenden Buch.
  26. 26Dann packte ich die, die ungläubig waren. Wie war meine Missbilligung!
  27. 27Hast du nicht gesehen, dass Gott vom Himmel Wasser herabgesandt hat? Damit haben wir Früchte verschiedener Farben hervorgebracht. In den Bergen sind weiße und rote Streifen, deren Farben verschieden sind, und tiefschwarze.
  28. 28Auch unter den Menschen, den Tieren und dem Vieh sind Farben verschieden. So fürchten Gott unter seinen Dienern nur die Wissenden. Wahrlich, Gott ist mächtig, allverzeihend.
  29. 29Wahrlich, die das Buch Gottes rezitieren, das Gebet verrichten und von dem, womit wir sie versorgt haben, im Verborgenen und offen ausgeben, hoffen auf einen Handel, der nicht zu Verlust führt,
  30. 30damit er ihnen ihre Belohnung voll zahle und ihnen aus seiner Gunst etwas hinzufüge. Wahrlich, er ist allverzeihend, dankerweisend.
  31. 31Was wir dir vom Buch offenbart haben, ist die Wahrheit, bestätigend, was vor ihm war. Wahrlich, Gott ist über seine Diener kundig, allsehend.
  32. 32Dann haben wir das Buch denen vererbt, die wir unter unseren Dienern auswählten. Manche von ihnen taten sich selbst Unrecht, manche sind gemäßigt, manche eilen mit dem Guten voran, mit der Erlaubnis Gottes. Das ist die große Gunst.
  33. 33Gärten der Pracht – sie treten in sie ein. Sie werden darin mit Armbändern aus Gold und Perlen geschmückt. Ihre Kleider darin sind Seide.
  34. 34Sie sagen: Lob sei Gott, der unsere Trauer von uns hinweggenommen hat! Wahrlich, unser Herr ist allverzeihend, dankerweisend,
  35. 35der uns aus seiner Gunst in die Wohnstätte des Bleibens gebracht hat. Uns berührt darin keine Mühe, und uns berührt darin keine Erschöpfung.
  36. 36Die aber ungläubig waren – für sie ist das Feuer der Hölle. Es wird ihnen nicht entschieden, sodass sie sterben, und ihnen wird seine Strafe nicht erleichtert. So vergelten wir jedem Ungläubigen.
  37. 37Sie schreien dort: Unser Herr, bring uns heraus, damit wir Gutes tun, anders als was wir taten! Haben wir euch nicht ein Leben gegeben, in dem sich erinnert, wer sich erinnern wollte? Zu euch kam der Warner. So kostet! Es gibt für die Frevler keinen Beistand.
  38. 38Wahrlich, Gott ist der Kenner des Verborgenen der Himmel und der Erde. Wahrlich, er weiß über die Brüste Bescheid.
  39. 39Er ist es, der euch zu Nachfolgern auf der Erde gemacht hat. Wer ungläubig ist – sein Unglaube ist gegen ihn. Den Ungläubigen vermehrt ihr Unglaube bei ihrem Herrn nur Hass. Den Ungläubigen vermehrt ihr Unglaube nur Verlust.
  40. 40Sprich: Habt ihr die Beigesellten gesehen, die ihr neben Gott anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschaffen haben! Oder haben sie an den Himmeln Anteil? Oder haben wir ihnen ein Buch gegeben, sodass sie einen klaren Beweis daraus haben? Vielmehr versprechen die Frevler einander nur Täuschung.
  41. 41Wahrlich, Gott hält die Himmel und die Erde, dass sie nicht fortgehen. Wenn sie aber fortgehen würden, hielte sie niemand nach ihm. Er ist nachsichtig, allverzeihend.
  42. 42Sie hatten bei Gott die festesten Eide geschworen, dass, wenn ein Warner zu ihnen kommt, sie rechtgeleiteter sein würden als irgendeine Gemeinschaft. Als aber ein Warner zu ihnen kam, vermehrte er ihnen nur die Abkehr,
  43. 43Hochmut auf der Erde und üble List. Die üble List umfasst nur ihre Leute. Sehen sie nur die Gewohnheit der Früheren? Du findest in der Gewohnheit Gottes keinen Wechsel. Du findest in der Gewohnheit Gottes keine Wendung.
  44. 44Sind sie nicht auf der Erde gewandert und haben gesehen, wie die Folge derer war, die vor ihnen waren? Sie waren stärker an Kraft als sie. Nichts könnte Gott in den Himmeln und auf der Erde zur Ohnmacht bringen. Wahrlich, er ist allwissend, mächtig.
  45. 45Wenn Gott die Menschen für das, was sie verdient haben, packen würde, würde er auf ihrem Rücken kein Lebewesen lassen. Aber er stellt sie zurück bis zu einer benannten Frist. Wenn dann ihre Frist kommt – wahrlich, Gott ist über seine Diener allsehend.

Einordnung & Bedeutung

Der Name: Fāṭir

Der Name dieser Sure stammt aus ihrem ersten Vers und gehört zu den seltensten und schönsten der koranischen Gottesnamen: Fāṭir as-samāwāti wal-arḍ – „der Ursprung-Macher der Himmel und der Erde".

Die Wurzel f-ṭ-r bedeutet zugleich „spalten", „beginnen", „ursprüngliche Natur setzen". Vergleiche das Wort fiṭra – „ursprüngliche Natur des Menschen" – aus Sure 30,30. Beide Begriffe sind verwandt.

Gott als Fāṭir ist also nicht nur Schöpfer im Sinne von „macher", sondern Ursprung-Setzer: Er hat die ursprüngliche Spaltung gemacht, die unterscheidende Setzung, die alles erst möglich macht. Das ist ein theologisch tiefer Name.

Die Engel mit Flügeln (Vers 1)

Vers 1 enthält eine bemerkenswerte Beschreibung der Engelwelt: „Er hat die Engel zu Boten gemacht mit Flügeln – zwei, drei und vier. Er fügt der Schöpfung hinzu, was er will."

Die verschiedene Zahl der Flügel ist im klassischen Verständnis eine Hierarchie der Engel. Manche haben zwei Flügel, andere drei, wieder andere vier – wahrscheinlich entsprechend ihrer Würde und Funktion. Gabriel hatte nach Hadith 600 Flügel. Die Hierarchie ist also vielfältig, nicht binär.

Der Schlusssatz – „Er fügt der Schöpfung hinzu, was er will" – ist eine theologisch wichtige Setzung. Gott schöpft nicht einmal und für immer, sondern kontinuierlich. Die Schöpfung ist nicht eine abgeschlossene Sache, sondern ein offener Prozess.

„Niemand trägt die Last eines anderen" (Vers 18)

Vers 18 ist eine der zentralen anthropologischen Aussagen des Korans: „Keine lasttragende Seele trägt die Last einer anderen. Wenn eine schwerbeladene Seele um ihre Last ruft, wird ihr nichts davon getragen, auch wenn er ein Verwandter ist."

Dieser Vers ist im theologischen Diskurs zentral. Er macht zwei wichtige Aussagen:

  1. Persönliche Verantwortung ist nicht übertragbar. Jeder steht für sein eigenes Tun ein. Niemand kann für einen anderen büßen.
  2. Auch Verwandtschaft ändert nichts daran. Sogar der nächste Verwandte kann am Jüngsten Tag nicht aushelfen.

Diese Stelle steht in interessanter Spannung zur christlichen Erlösungstheologie. Im Christentum stirbt Jesus „für die Sünden der Welt" – das ist eine Übertragung der Schuld auf einen anderen. Im Islam ist genau das ausgeschlossen. Vers 18 wiederholt sich im Koran an mehreren Stellen (auch Sure 17,15 und Sure 53,38). Es ist eine systematische Setzung.

Wichtig zur Einordnung: Der Vers verneint die Sühne durch andere. Er verneint nicht die Fürsprache. Im Islam gibt es die schafāʿa – Fürsprache am Jüngsten Tag durch Mohammed und andere Erwählte. Aber das ist keine Übertragung der Schuld, sondern eine Bitte um Vergebung im konkreten Fall, mit Gottes Erlaubnis.

Die zwei Meere (Vers 12)

Vers 12 erwähnt die „zwei Meere" – das süße und das salzige (vergleiche auch Sure 25,53 und Sure 55,19). Beide produzieren frisches Fleisch (Fische) und „Schmuck" (Korallen, Perlen). Beide tragen Schiffe.

Diese Stelle ist eine Naturzeichen-Sequenz. Sie weist auf die Komplementarität verschiedener Wassersysteme hin. Das Süßwasser kommt von den Flüssen, das Salzwasser ist das Meer. Beide haben ihre eigenen Ökologien. Beide werden vom selben Gott versorgt.

Die Vielfalt der Schöpfung (Verse 27–28)

Verse 27–28 sind eine wichtige Stelle der koranischen Naturtheologie: „Wir haben Früchte verschiedener Farben hervorgebracht. In den Bergen sind weiße und rote Streifen, deren Farben verschieden sind, und tiefschwarze. Auch unter den Menschen, den Tieren und dem Vieh sind Farben verschieden."

Drei Bereiche werden hier nebeneinander genannt:

  1. Früchte mit verschiedenen Farben
  2. Berge mit verschiedenen Farben (geologische Schichten)
  3. Menschen, Tiere, Vieh mit verschiedenen Farben

Die Pointe (Vers 28): „So fürchten Gott unter seinen Dienern nur die Wissenden." Wer die Vielfalt der Natur betrachtet und versteht, kommt zur Ehrfurcht. Wer nicht zur Ehrfurcht kommt, hat nicht wirklich verstanden.

Diese Stelle ist im modernen Wissenschaftsdiskurs zentral. Sie wird oft zitiert als Begründung dafür, dass im Islam Wissenschaft und Glauben nicht im Widerspruch stehen – im Gegenteil: Wer die Welt wissenschaftlich versteht, soll dadurch tiefer in die Ehrfurcht vor Gott geraten.

Die drei Gruppen der Gläubigen (Vers 32)

Vers 32 ist eine berühmte differenzierende Aussage: „Dann haben wir das Buch denen vererbt, die wir unter unseren Dienern auswählten. Manche von ihnen taten sich selbst Unrecht, manche sind gemäßigt, manche eilen mit dem Guten voran, mit der Erlaubnis Gottes."

Drei Arten von Gläubigen werden hier unterschieden:

  1. ẓālim li-nafsihi – „der sich selbst Unrecht tut": derjenige, der zwar zur muslimischen Gemeinschaft gehört, aber im Praktischen viel versäumt. Er sündigt, aber bleibt im Bekenntnis.
  2. muqtaṣid – „der Gemäßigte": derjenige, der das Pflichtmaß erfüllt – nicht mehr, nicht weniger.
  3. sābiq bi-l-khayrāt – „der mit dem Guten Voraneilende": derjenige, der über das Pflichtmaß hinaus Gutes tut, der auch Freiwilligkeit kennt.

Bemerkenswert: Alle drei sind „die, denen wir das Buch vererbt haben". Auch der Sünder gehört dazu. Das ist eine erstaunlich barmherzige Setzung. Man wird nicht aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, nur weil man unvollkommen ist.

Klassische Auslegungen interpretieren das so: Die meisten Muslime gehören zur ersten Gruppe (die Sünder, die zur Reue Bedürfen). Die zweite Gruppe ist die anständige Mitte. Die dritte Gruppe – die voraneilenden Frommen – sind die wenigen Erleuchteten. Alle aber haben Anteil am Erbe des Buchs.

„Gott hält die Himmel" (Vers 41)

Vers 41 ist eine theologisch wichtige Stelle: „Wahrlich, Gott hält die Himmel und die Erde, dass sie nicht fortgehen. Wenn sie aber fortgehen würden, hielte sie niemand nach ihm."

Klassische Auslegungen verstehen das als kontinuierliche Schöpfung. Gott schöpft die Welt nicht einmalig und lässt sie dann selbständig laufen (das wäre Deismus). Er hält sie kontinuierlich – wenn er aufhörte, sie zu halten, würde sie sofort vergehen.

Diese Stelle hat tief gehende theologische Konsequenzen. Sie macht klar, dass jeder Moment des Bestehens der Welt ein Akt göttlicher Gnade ist. Wir sind nicht nur am Anfang erschaffen worden, sondern werden jeden Moment neu erschaffen. Das ist eine spirituell starke Vorstellung.

Wie wird die Sure verstanden?

Sure 35 ist eine theologisch reiche Sure mit philosophischer Spannweite. Sie verbindet:

  • Engellehre (Vers 1)
  • Persönliche Verantwortung (Vers 18)
  • Naturtheologie der Vielfalt (Verse 27–28)
  • Differenzierte Gläubigen-Anthropologie (Vers 32)
  • Kontinuierliche Schöpfung (Vers 41)

Vers 28 („So fürchten Gott unter seinen Dienern nur die Wissenden") ist eine der wichtigsten Verse für das islamische Wissenschaftsverständnis. Er macht klar: echtes Wissen führt zur Ehrfurcht vor Gott. Wer Wissen erwirbt und es nicht mit Ehrfurcht verbindet, hat das Wesen des Wissens verfehlt.

Schlüsselbegriffe kurz erklärt

  • Fāṭir – „der Ursprung-Setzer" – einer der seltensten und tiefsten koranischen Gottesnamen
  • Engel mit verschiedenen Flügeln – Vers 1 – die Hierarchie der Engel-Funktionen
  • „Niemand trägt die Last eines anderen" – Vers 18 – die persönliche Verantwortung als koranisches Grundgesetz
  • „Die Wissenden fürchten Gott" – Vers 28 – das islamische Wissenschaftsethos
  • Die drei Gruppen – Vers 32 – ẓālim li-nafsihi, muqtaṣid, sābiq bi-l-khayrāt
  • „Gott hält die Himmel" – Vers 41 – Lehre von der kontinuierlichen Schöpfung